ASTROeMOTION

Wie am Himmel, so auf Erden – Leben ist Bewegung

Archiv für Oktober 17th, 2010

Astro-Homöopathie 2

Sonntag 17. Oktober 2010 von Gerhard Miller

Teil 2 – Geist- und Gemütssymptome der Arznei Fliegenpilz

In Teil 1 haben wir über homöopathische Arzneibilder gesprochen und die Entdeckung, dass sie wie Archetypen sein können – eine große Ähnlichkeit zu den Tierkreiszeichen. Außerdem fiel der Begriff ‚Arzneimittelprüfung’. Was ist das eigentlich?

Vor einiger Zeit las ich folgende Geschichte: Sie handelte von Soldaten, die sich nach einer Schlacht in einen Wald zurück zogen. In ihrem großen Hunger fielen sie über Pilze her – Fliegenpilze! Als Kameraden sie dort entdeckten, konnten diese eine Arzneimittelprüfung miterleben und bogen sich vor Lachen: Die Pilzesser bewegten sich wie Storche im Salat mit großen Schritten über kleinste Hindernisse und auf Fragen, warum sie sich so bewegten meinten sie, ihnen käme alles so groß vor.

Ein täuschendes Bild von Größe ist eines der Prüfungssymptome des Fliegenpilzes, aber auch weiterer Pilze: Aufblähung (auch des Bauches mit Darmgasen), Aufgeblasenheit (auch als Protzerei) und eine Illusion von Größe (innen und außen).

Inzwischen wissen wir mehr über den geprüften Fliegenpilz. Zwei Beispiele:

1. Geschwister ärgern einander; das ist ganz normal. Doch es gibt Kinder, die in ihrem Schabernack nicht aufhören können. Wenn sie einmal mit ihren Späßen auf Kosten anderer Menschen begonnen haben, dann treiben sie es immer toller, kennen keine Grenze und keine Gnade – es hat etwas Obsessives. Sie können ihre Geschwister bis zur Weißglut reizen, sind nicht mehr sie selbst.

2. Ein weiterer Personenkreis sind Extremsportler. Warum will jemand Steilwände hinauf und warum setzt er sich großer Gefahr aus, wenn es daheim doch so gemütlich sein könnte? Bergsteiger sprechen von ihrer Furcht, den Berg zu besteigen und viele von ihnen bekämpfen mit ihren Aktionen ihr Gefühl von Kleinheit im Angesicht der überragenden Größe des Berges (symbolisch des Universums). Wir sehen erneut etwas Extremes, das diesem Archetyp anhaftet.

Für den Fliegenpilz-Menschen und einen Extrembergsteiger gleichermaßen gibt es oft nur zwei Möglichkeiten, sich im Leben darzustellen. Entweder er ist ein Nichts oder er ist der Größte.

Ich habe Berichte gelesen, was Bergsteiger empfinden, wenn sie kurz vor dem Gipfel sind und ihn zum ersten Mal aus der Nähe sehen. Es sei ein erhabenes, triumphales Gefühl – und der Rausch ist ein wichtiger Schlüsselbegriff nicht nur für die homöopathischen Fliegenpilze, auch für andere Drogen wie Pejotl oder Opium. Die Angst zu überwinden, eine riesige Felswand als Erster im Bewusstsein aller Gefahren zu durchschreiten verleiht ein Allmachtsgefühl. Und in dieser Leistung, in diesem Gefühl von Allmacht finden diese Menschen ihren inneren Halt, ihre Struktur.

Das nächste Mal mit Teil 3: Wie übersetzen wir den Fliegenpilz in die astrologische Sprache?

Literaturempfehlung: Frans Kusse: Kindertypen | Narayana Verlag

Haftungsauschluss: Die beschriebene Arznei ist in jeder Apotheke rezeptfrei erhältlich, trotzdem kann sie bei falscher Anwendung Arzneimittelprüfungen auslösen. Die Texte dienen ausschließlich der Information – eine Haftung für die Gesundheit des Anwenders wird vom Autor und den Blog-Betreibern abgelehnt. Bitte verzichtet auf Selbstmedikation und konsultiert euren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker.

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