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	<title>ASTROeMOTION &#187; GreenTara</title>
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	<description>Wie am Himmel, so auf Erden - Leben ist Bewegung</description>
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		<title>Auferstehung einer Leidenschaft</title>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 11:54:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GreenTara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bestrickend]]></category>
		<category><![CDATA[Lace]]></category>
		<category><![CDATA[Stricken]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Oktober zeigte sie sich wieder, nachdem sie lange Jahre schlief: Meine Freude am Stricken. Ich begann vorsichtig mit einem Pullover, stellte dann einen zweiten fertig. Und dann fand ich das ebenso langweilig wie das Sockenstricken. Also schaute ich mich um, was es denn so gibt neben Pullovern und Socken. In diversen Blogs würde ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Oktober zeigte sie sich wieder, nachdem sie lange Jahre schlief: Meine Freude am Stricken. Ich begann vorsichtig mit einem Pullover, stellte dann einen zweiten fertig. Und dann fand ich das ebenso langweilig wie das Sockenstricken.</p>
<p>Also schaute ich mich um, was es denn so gibt neben Pullovern und Socken. In diversen Blogs würde ich fündig (ich liebe das Internet): Tücher stricken, neudeutsch &#8220;Lace&#8221;. </p>
<p>Das erste ging rasend schnell, das zweite auch. Bei den nächsten stieg der Schwierigkeitsgrad. Und das verwendete Garn wurde immer feiner. Obwohl ich schon seit über 40 Jahren stricke, habe ich in den letzten Monaten enorm viel dazugelernt. Ganz nebenbei habe ich meinen englischen Wortschatz erweitert. Viele wunderschöne Vorlagen sind nämlich nur auf Englisch zu haben.</p>
<p>Wie frau sieht: Stricken bildet. </p>
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		<title>Ein unwirksames Mantra oder eine beleidigte Venus?</title>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 11:05:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GreenTara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ja, den Lauf der Natur kann ich nicht aufhalten, das ist mir schon klar. Dass biologische Vorgänge keinen Krankheitswert haben, auch. Dass Veränderungen nicht nur negativ sind, ist mir auch nichts Neues &#8211; mit Spitze 7 im Wassermann und UR am AC mag ich Neues eh. Allerdings nicht grundsätzlich. Und so finde ich es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ja, den Lauf der Natur kann ich nicht aufhalten, das ist mir schon klar. Dass biologische Vorgänge keinen Krankheitswert haben, auch. Dass Veränderungen nicht nur negativ sind, ist mir auch nichts Neues &#8211; mit Spitze 7 im Wassermann und UR am AC mag ich Neues eh.</p>
<p>Allerdings nicht grundsätzlich.</p>
<p>Und so finde ich es nach wie vor schwierig, Hitzewallungen gut zu finden. Es ist einfach nicht toll, urplötzlich zu schwitzen, mit feuchter Haut dazustehen und dabei noch einigermaßen klare Gedanken zu fassen und/oder den Herzallerliebsten oder die Kollegin nicht anzuschnauzen. Verschwitzt morgens aus dem Bett zu steigen, ist auch kein besonders erfrischend-erfreulicher Tagesbeginn.</p>
<p>Mit meinen bisherigen „Strategien“ laufe ich vor eine Wand. Obwohl ich das Mantra „Wechseljahre sind keine Krankheit“ jeden Tag mindestens 30 mal lese (weil kein Artikel und keine Broschüre zum Thema kommen ohne diese Anfangsbemerkung aus und schließlich will ich mich informieren) – will sich keine wirkliche Akzeptanz der Schweißperlen einstellen. Dumm gelaufen, gell?</p>
<p>Vielleicht wissen Frauenärztinnen Rat, Frauen, die sich sowohl auskennen als auch selbst gerade im Wechsel sind. Also, Tante Google gefragt und fündig geworden. Tja, und da war sie wieder, die „Wechseljahrsbeschwerden sind normal“- Aussage. Befragt, wie sie Frauen im Wechsel beraten würden, kam als wichtiger Punkt: Chancen und <strong>Normalität*</strong> betonen.</p>
<p>Ähm…</p>
<p>Der halbwegs astrologisch vorgebildete Leser ahnt, was eine dauernde Wiederholung des Wortes „normal“ bei einer uranisch angehauchten Frau auslöst.</p>
<p>Genau: Widerstand.</p>
<p>Vor allem kann ich es nicht leiden, wie eine Schwachsinnige angesprochen zu werden. Ich bin klimakterisch, nicht verblödet oder uninformiert und auch nicht krisenunerfahren.</p>
<p>Wie es aussieht, bin ich antizyklisch unterwegs oder beratungsresistent. Trostresistent sowieso, dank des Krebsmondes. Denn es tröstet mich so gar nicht, dass Hitzewallungen mein sehr niedrig einzuschätzendes Brustkrebsrisiko noch senken sollen. (Und wieso sollte mich etwas trösten, wovon ich nicht wissen kann, ob es eintreten oder nicht eintreten wird?) Mein Leben habe ich schon lange vor den Hitzewellen auf den Kopf gestellt, insbesondere gelernt, mit mir selbst gut umzugehen. Am leeren Nest leide ich auch nicht, im Gegenteil. Und die Sprache meines Körpers ist mir auch nicht fremd. Allgemeinplätze scheinen mir also nicht zu helfen…</p>
<p>Aber vielleicht ist ja auch nur meine Venus beleidigt. Ich wollte mit ihr innere Zwiesprache halten, doch sie ist nicht auffindbar. Oder hat sie sich leise verabschiedet und ich streiche sie besser aus meinem Horoskop? Denn eine wechseljährige Venus habe ich bisher nicht gefunden. Was natürlich auch daran liegen könnte, dass die astrologische Symbolik so etwas nicht im Repertoire hat, kamen Frauen doch in den vergangenen Jahrtausenden bisher nur selten in die Verlegenheit, die Wechseljahre durchleben zu müssen. Sie wurden einfach nicht alt genug.</p>
<p><strong>*Normal</strong> heißt in diesem Fall für mindestens 60 Prozent aller Frauen in den Wechseljahren:</p>
<ul>
<li>Hitzewallungen und Schweißausbrüche bis zu 30 mal täglich, auch im Schlaf, daraus resultierend</li>
</ul>
<ul>
<li>Schlafstörungen bis hin zum gravierenden Schlafmangel, oft begleitet von</li>
</ul>
<ul>
<li>Depressiven Verstimmungen, Reizbarkeit, geringer psychischer und physischer Belastbarkeit</li>
</ul>
<p><em>In Anbetracht der Tatsache, dass sich Frauen in dieser Zeit stark verunsichert fühlen und deshalb oft nach jedem Strohhalm greifen, um Boden unter die Füße zu bekommen, halte ich es für sehr wichtig, dieses Thema in der astrologischen Theorie und Praxis aufzugreifen.</em></p>
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		<title>Wahrheit?</title>
		<link>http://www.astro-motion.de/2010/08/26/wahrheit/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 14:49:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GreenTara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegendes]]></category>

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		<description><![CDATA[Wahrheit So oft wird dieses Wort benutzt, so oft wird bekräftigt, dass eine Schilderung die Wahrheit sei. Manchmal wird die vermeintliche Wahrheit anderen wie ein nasser Lappen um die Ohren gehauen. Tut das dem Geschlagenen weh, wird gesagt, dass Wahrheit eben schmerze. Was hat es auf sich mit der Wahrheit? Wie ist dieses Wort zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wahrheit</strong></p>
<p>So oft wird dieses Wort benutzt, so oft wird bekräftigt, dass eine Schilderung die Wahrheit sei. Manchmal wird die vermeintliche Wahrheit anderen wie ein nasser Lappen um die Ohren gehauen. Tut das dem Geschlagenen weh, wird gesagt, dass Wahrheit eben schmerze.</p>
<p>Was hat es auf sich mit der Wahrheit? Wie ist dieses Wort zu verstehen?</p>
<p>Damit haben sich natürlich schon viele kluge Menschen beschäftigt, was mich zu einem Streifzug nach dem Begriff Wahrheit veranlasste.</p>
<p>Da wäre zunächst</p>
<p><strong>Die Korrespondenztheorie der Wahrheit</strong></p>
<p>Diese Theorie geht von der Wahrheit als Übereinstimmung mit der Wirklichkeit aus. In ihr wird Wahrheit grundsätzlich als eine Relation zwischen zwei Bezugspunkten verstanden. Für die Relation werden Bezeichnungen wie Übereinstimmung, Entsprechung, Übereinkunft etc. gebraucht.</p>
<p><em>Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit</em></p>
<p>Ganz grob übersetzt heißt das: Was wirklich ist, ist wahr. Oder: Wenn ich etwas behaupte, was der Wirklichkeit, der Realität entspricht, dann spreche ich die Wahrheit.</p>
<p>Wenn ich auf die Behauptung, Wahrheit könne wehtun, zurückgreife und Wahrheit als ein anderes Wort für Realität nehme, dann kann ich sogar zustimmen: In der Realität anzukommen, kann verdammt schmerzhaft sein.</p>
<p>Aber… ja, aber… <img src='http://www.astro-motion.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Was hat es mit der Wirklichkeit auf sich, mit der Realität? Wozu brauche ich die Aussage: „Es ist wahr, dass…“? Hat es Konsequenzen, den Begriff, das Wort Wahrheit möglichst selten zu verwenden oder gar ganz aus dem aktiven Wortschatz zu streichen? Ich streife weiter.</p>
<p><strong>Die Redundanztheorie</strong></p>
<p>meint, man käme recht gut ohne das Wort wahr aus. Redundant bedeutet in etwa überflüssig, zuviel. Viele Sätze, die das Wort wahr enthalten, verlieren nicht an Informationsgehalt, wenn das Wort wahr weggelassen wird. Dazu ein Beispiel:</p>
<p>„Es ist wahr, dass die Fussball-EM gestern begann.“</p>
<p>„Die Fussball-EM begann gestern.“</p>
<p>„Es ist wahr“ dient also mehr der Bekräftigung, soll etwas unterstreichen, ist für die Übermittlung einer Information jedoch nicht zwingend notwendig. Notwendig kann der Nachdruck allerdings aus der Sicht des Sprechenden sein und ist deshalb wohl eher als Stilmittel zu betrachten.</p>
<p><strong>Die performative Theorie</strong></p>
<p>bekräftigt das: Der Gebrauch von „ist wahr“ ist ein sprachlicher Vollzug, mit dem ich eine Aussage bloß noch bestätige, ohne dass ich inhaltlich noch etwas aussagen würde.</p>
<p><em>Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit</em></p>
<p>[Anm.: Interessante Wortwahl: Sprachlicher Vollzug… Diesen Begriff werde ich mir sicher noch mehrfach auf der Zunge zergehen lassen.]</p>
<p>Tja, was nun tun mit der Wahrheit?</p>
<p>Richtig gut wird es ja, wenn man sich neuere Theorien anschaut. Persönlich mag ich den „Radikalen Konstruktivismus“ und hier insbesondere die Werke von Paul Watzlawick, der unter anderem die Bücher „Anleitung zum Unglücklichsein“ und „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ verfasste. (Ersteres ist meines Erachtens Pflichtlektüre für alle Dauerpechvögel, vorausgesetzt, sie möchten zu Glückskindern werden.)</p>
<p><em>Fortsetzung folgt</em></p>
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		<title>Karma-Astrologie Part II</title>
		<link>http://www.astro-motion.de/2010/01/24/karma-astrologie-part-ii/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 15:07:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GreenTara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrologie]]></category>
		<category><![CDATA[Karma]]></category>

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		<description><![CDATA[Kommen wir zur Begriffsklärung, die in Karma-Astrologie Part I etwas kurz gekommen ist. Wörtlich übersetzt bedeutet Karma Tat/Handlung. Kurz angerissen wurde auch die Bedeutung der Motivation von Handlungen für das Karma. Verkürzt könnte man sagen, dass sich im Karma die Konsequenzen der eigenen Taten ausdrücken bzw. die Tatsache, dass es so etwas wie Karma gibt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kommen wir zur Begriffsklärung, die in <a href="http://www.astro-motion.de/2009/11/14/karma-astrologie-part-i/">Karma-Astrologie Part I</a> etwas kurz gekommen ist.</p>
<p>Wörtlich übersetzt bedeutet Karma Tat/Handlung. Kurz angerissen wurde auch die Bedeutung der Motivation von Handlungen für das Karma. Verkürzt könnte man sagen, dass sich im Karma die Konsequenzen der eigenen Taten ausdrücken bzw. die Tatsache, dass es so etwas wie Karma gibt, diese erst hervorbringen. Es lohnt sich, das genauer zu betrachten und daraus dann Rückschlüsse auf die Sinnhaftigkeit einer Astrologie zu ziehen, die vorgibt, Taten aus vergangenen Leben erkennen zu können.</p>
<p>Nehmen wir an, jemand ist eher ängstlicher Natur und sorgt sich vor allem darum, was andere über ihn denken. Er tut dann unter Umständen vieles, um gemocht zu werden, gut dazustehen, er beäugt sich selbst kritisch und spricht innerlich viele Urteile über sich. Das hat zur Folge, dass er sich nicht vollwertig wähnt und im Laufe der Jahre gewöhnt er sich daran, seine Taten etwas auszuschmücken, um sie aufzuwerten. Er schwindelt also ein bisschen.</p>
<p>Doch früher oder später wird das kompliziert, weil man sich ja merken muss, was man wem an aufgerüschten Geschichten erzählt hat. So wird man entweder sehr wortkarg, um sich nicht zu verplappern oder aber erzählt sich und anderen Geschichten, die mehr oder weniger identisch sind. Oder man erfindet neue Geschichten, um zu kaschieren, dass man schon vorher bissel geschwindelt hat. Und so zieht derjenige das Netz um sich selbst immer fester und enger, verliert den Bezug zu den tatsächlichen Geschehnissen und lebt in einer erzählten und gedachten Welt. Das ist die Auswirkung, die Folge. Die Saat war die Angst und Sorge, nicht gut angesehen zu sein und sich daher ein wenig aufzuwerten. Als heutige Folge ist da die Sorge, enttarnt zu werden. Das Denken und das Handeln werden davon bestimmt.</p>
<p>Ändern kann man das Gewesene nicht. Was man tun kann, ist erkennen und dann neue Wege beschreiten. Das erfordert Mut und vor allem Übung in der ungewohnten Sicht- und Handlungsweise. Als weniger hilfreich hat sich in vielen Fällen erwiesen, weiterhin im Kreislauf der Urteile über sich selbst zu verharren, gedanklich bei Dingen zu bleiben, an denen nichts mehr zu ändern ist.</p>
<p>Das Gute an dieser „Diagnose“: So etwas hat man erlebt, es ist einem nahe. Man weiß, dass man geschwindelt hat, man kennt die Folgen und kann lernen, ohne diese Verschönerungen auszukommen. Man kann aber natürlich auch zum Karma-Astrologen gehen, der konstatiert, dass man einen rückläufigen Merkur in Konjunktion zum rückläufigen Neptun in Haus 3 und schon in vielen Leben Nachbarn und Geschwister beschwindelt hat.</p>
<p>Da kann man dann vermutlich nur noch einen Drehschwindel bekommen… Denn überprüfbar ist eine solche Aussage nicht. Eher zementiert sie das bisherige Verhalten als etwas Schicksalhaftes oder esoterisch-moderner ausgedrückt als „karmisch“ Bedingtes. Ob das hilft, Konditionierungen zu erkennen, sei dahingestellt. Zudem wird meines Wissens nie erwähnt, dass Karma Umstände „braucht“, unter denen es zur „Reife“ gelangt. Gibt es diese Umstände nicht, dann braucht man sich den Kopf über den rückläufigen Merkur in Konjunktion zum Neptun in Haus 3 oder nicht vorhandene Geschwister auch nicht zu zerbrechen.</p>
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		</item>
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		<title>Karma-Astrologie Part I</title>
		<link>http://www.astro-motion.de/2009/11/14/karma-astrologie-part-i/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 19:39:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GreenTara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrologie]]></category>
		<category><![CDATA[Karma]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein, nein, das wird keine Einführung in die Karma-Astrologie. (Falls Sie eine solche suchen, bemühen Sie bitte Google oder Bing erneut.) Ich verstehe aber, dass das Thema Sie fasziniert. Es klingt so bedeutsam, so mystisch, so geheimnisvoll – und so viel versprechend. Sollten Sie dennoch weiterlesen wollen, rechnen Sie mit einer gelinden Ernüchterung. Mir liegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Nein, nein, das wird keine Einführung in die Karma-Astrologie. (Falls Sie eine solche suchen, bemühen Sie bitte Google oder Bing erneut.) Ich verstehe aber, dass das Thema Sie fasziniert. Es klingt so bedeutsam, so mystisch, so geheimnisvoll – und so viel versprechend. Sollten Sie dennoch weiterlesen wollen, rechnen Sie mit einer gelinden Ernüchterung.</h4>
<p>Mir liegen drei Bücher vor, die sich mit Karma-Astrologie beschäftigen, zwei davon im Sinne einer Einführung mit vielen Beispielen und Textbausteinen der karmischen Bedeutungen von Konstellationen. Das dritte ist eine Zusammenfassung mehrerer Seminare, in denen es hauptsächlich um die Bedeutung der rückläufigen Planeten geht. Bei Buch Nr. 1 und Nr. 2 stellen sich mir die Haare auf. Da finden sich Aussagen wie:</p>
<blockquote><p>Der Horoskopeigner nutzte in früheren Zivilisationen kosmische oder irdische Energie, um fortschrittliche technologische Neuerungen zu realisieren (rückläufiger Uranus in Wassermann).</p></blockquote>
<p>Oder:</p>
<blockquote><p>Die Geschwister des Horoskopeigners hatten in seinen früheren Leben große Schwierigkeiten, mit seiner Ungeduld ihren Wissensfortschritten gegenüber fertig zu werden (rückläufiger Uranus im 3. Haus).</p></blockquote>
<p>Beides ist in keinster Weise belegbar oder überprüfbar, abgesehen davon, dass nicht näher erläutert wird, was man unter kosmischer Energie zu verstehen hat oder was der Horoskopeigner daraus für seinen Umgang mit aktuell nicht vorhandenen Geschwistern lernen kann. Ähnliche Deutungen ziehen sich durch sämtlich Kapitel der beiden Bücher. Der Leser, der versucht, die Materie ernst zu nehmen, wird sich nach einer Weile fragen, ob er denn wirklich so ein ungeratenes Subjekt ist und sich schlimmstenfalls die Kugel geben wollen. Das ist nicht an den Haaren herbeigezogen, so etwas liest man in einschlägigen Foren nicht selten.</p>
<p>Beschäftigen wir uns aber zunächst mit einem kleinen Beispiel.</p>
<p><strong>Ein Mann bringt einen anderen mittels eines Schneidwerkzeuges ums Leben.</strong></p>
<p>Was bedeutet diese Tat für sein Karma?</p>
<p>Jemandem das Leben zu nehmen, ist wohl eher nicht so förderlich. Allerdings kommt es auf die Umstände und vor allem auf das Motiv der Handlung, der Tat (wörtliche Bedeutung von Karma: Tat, Handlung). Wenn ein Chirurg beherzt sein Skalpell ergreift, um jemanden vielleicht doch noch mit einer Notoperation zu retten, so ist das etwas anderes als ein Mord.</p>
<p>Gehen wir einen Schritt weiter: Beide, der Chirurg und der Mörder weisen ähnliche Konstellationen im Horoskop auf, zum Beispiel einen rückläufigen Mars in Skorpion. Wie will ein Astrologe wissen können, ob derjenige nun womöglich Arzt oder Mörder war, um dann im Brustton der Überzeugung zu äußern, dass man in früheren Leben ein gewalttätiger Mensch gewesen sei und dieses Karma nun abzubüßen hätte? Was macht ein Kunde mit so einer Aussage? (Bestenfalls zeigt er dem Astrologen einen Vogel oder lacht schallend, aber die Absurdität solcher Aussagen muss ja zunächst durchschaut sein, was in bestimmten, zu solchen Astrologen treibenden Situationen nicht immer leicht fällt.) Was hilft dieses „Wissen“, was nützt es bei der Bewältigung von Problemen oder auf der Suche nach Lösungen? Bestenfalls kann eine Akzeptanz des eigenen Soseins die Folge einer solchen Beratung sein, eine Fokussierung auf das Hier und Jetzt. Da aber der direkte Bezug zum damaligen Erleben fehlt, scheint mir wenig wahrscheinlich, dass mehr als große Knoten im Kopf die Folge sind. Was ja Anlass sein kann, sich zu fragen, wie man auf die Idee kam, etwas über sein Karma erfahren zu wollen. Ganz allgemein dürfte dieser Kommentar es wohl eher treffen:</p>
<blockquote><p>Ist doch schön: dass es einem jetzt so schlecht geht, lag daran, dass man iiiiiiirgendwann mal ein ganz schlechter Mensch war. Der man heute allerselbstverständlichst nicht mehr ist. Also braucht man an sich auch nichts mehr zu arbeiten, weil man ja sowieso nur noch die alte Strafe absitzt undA danach dann wahrscheinlich erleuchtet ist.</p></blockquote>
<p>Falls Sie das Lesen des bisherigen Textes nicht ermüdet oder gelangweilt hat, freuen Sie sich auf <a href="http://www.astro-motion.de/2010/01/24/karma-astrologie-part-ii/">Karma-Astrologie Part II</a> demnächst hier in diesem Blog.</p>
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		<title>Das 12. Haus</title>
		<link>http://www.astro-motion.de/2009/11/06/das-12-haus/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 20:18:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GreenTara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrologie]]></category>
		<category><![CDATA[12. Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Zweites Wunder]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor noch nicht allzu langer Zeit hätte ich vielen sattsam bekannten Beschreibungen des 12. Hauses wie Rückzug, geheime Feinde, Träume etc. zugestimmt. Mittlerweile meine ich, dass das 12. Haus gar nicht so geheimnisvoll und unwirklich ist. Es ist nur dann unwirklich, wenn man es von einem bestimmten Standpunkt aus betrachtet, mit einem bestimmten Bewusstsein, einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor noch nicht allzu langer Zeit hätte ich vielen sattsam bekannten Beschreibungen des 12. Hauses wie Rückzug, geheime Feinde, Träume etc. zugestimmt. Mittlerweile meine ich, dass das 12. Haus gar nicht so geheimnisvoll und unwirklich ist. Es ist nur dann unwirklich, wenn man es von einem bestimmten Standpunkt aus betrachtet, mit einem bestimmten Bewusstsein, einer bestimmten Richtung der Aufmerksamkeit.</p>
<p>Das 12. Haus ist das Haus, durch das alle Planeten zuerst laufen, vom AC aus betrachtet. Das heißt für mich, dass das, was zunächst völlig instinktiv ist (Haus 1 bzw. AC), sich zu entwickeln, zu formen beginnt. Eine Entsprechung dieser Formung ist die Entwicklung im Mutterleib und in den ersten Monaten nach der Geburt. Dieser Zustand ist mehr oder weniger „paradiesisch“, ungetrennt, alles wird als Einheit begriffen, erlebt, gefühlt. Und zu diesem Zustand, in dieses Paradies möchte man zurück. Aus der Haltung des gewöhnlichen Bewusstseins heraus erscheint diese Allverbundenheit mystisch, schwer erreichbar, kaum erklärlich. Das „gewöhnliche Bewusstsein“ wird etwa von Richard Moss als das Bewusstsein des <strong>Ersten Wunders</strong> beschrieben. Dieses Bewusstsein ist ein Wunder, denn die Natur selbst hat in einem langen Prozess eine Lebensform geschaffen, die ein Bewusstsein ihrer selbst hat. Aus diesem Bewusstsein heraus geschieht zwangsläufig eine Trennung in Objekt und Subjekt: Ich hier und da die Anderen. Aus der Ichhaftigkeit heraus entsteht Leid, denn das Ich ist so fragil, dass es geschützt werden soll. Angst um dieses instabile Ich lässt unter anderem Abwehrmechanismen entstehen. Diese Schutzmechanismen verstärken das Empfinden des Getrenntseins, und so wird der paradiesische Zustand der vermeintlichen Leidfreiheit gesucht (12. Haus).</p>
<p>Das Bewusstsein des <strong>Zweiten Wunders</strong> empfindet sich nicht mehr als getrennt. Das Erste Wunder ist Voraussetzung dieses erneuten Wunders, und es ist Zeuge hierfür. Im Bewusstsein des Zweiten Wunders “wird man wie die Kinder”, erlebt sich ungetrennt vom Geschehen, vom Leben. Man ist also in diesen Zuständen, in denen das Ich mit dem Tun, mit dem Erleben verschmilzt, im „Paradies“, im 12. Haus. Und daran ist nichts Mystisches, Geheimnisvolles. Jede Tätigkeit ist geeignet, einen in diesen Zustand zu versetzen. Das kann ein Tanz sein, eine Abfahrt mit den Skiern, die Hingabe beim Malen eines Bildes. Es wird keine Trennung mehr empfunden, man ist völlig eins mit sich und seinem Tun.</p>
<p>Das Zweite Wunder ist im Grunde genommen nichts weiter als eine Verlagerung der Aufmerksamkeit. Wer aber meint, diese Zustände noch nie erlebt zu haben, in denen man völlig „verschmilzt“, dem scheinen diese Zustände kaum erreichbar und „unbeschreiblich“. Dabei ist es eine andere Form der Präsenz. Im 12. Haus sieht man die Dinge, wie sie sind (auf tibetisch heißt das „Chö“, im Sanskrit „Dharma“). Ungeschminkt, ungefiltert, ohne Urteile, ohne Konzepte. Es ist der volle Kontakt zu dem, was ist, zum Leben an sich.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schmerz und Leid im Quadrat</title>
		<link>http://www.astro-motion.de/2009/09/27/schmerz-und-leid-im-quadrat/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 17:29:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GreenTara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrologie]]></category>
		<category><![CDATA[Leid]]></category>
		<category><![CDATA[Quadranten]]></category>
		<category><![CDATA[Quadrat]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>

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		<description><![CDATA[Die meisten Anfragen an jemanden, der sich astrologisch betätigt, sind aus einer Situation heraus gestellt, in der es dem oder der Fragenden nicht sonderlich gut geht. Nicht selten geht es um die Frage: „Wie lange noch?“ oder „Warum muss ich so leiden?“ Ich meine, es lohnt sich, zwischen Schmerz und Leid zu differenzieren. Schmerz – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten Anfragen an jemanden, der sich astrologisch betätigt, sind aus einer Situation heraus gestellt, in der es dem oder der Fragenden nicht sonderlich gut geht. Nicht selten geht es um die Frage: „Wie lange noch?“ oder „Warum muss ich so leiden?“</p>
<p>Ich meine, es lohnt sich, zwischen Schmerz und Leid zu differenzieren. Schmerz – körperlich und seelisch – lässt sich nicht vermeiden. Was vermindert werden kann, ist das Leiden am Schmerz. Gerade um das Leiden und das Ende des Leidens geht es in den Vier Edlen Wahrheiten Buddhas. Wer diese studiert, durchdenkt, vielleicht auch darüber meditiert, wird nach und nach erkennen, was Leid verursacht. </p>
<p>Körperlicher und seelischer Schmerz können sich nur im I. und II. Quadranten ereignen. Das Leiden hingegen, nämlich die geistige oder gedankliche Bindung oder „Anhaftung“ an das schmerzliche Geschehen, an die schmerzliche Erfahrung, kann sich nur um mentalen, dem III. Quadranten abspielen. So wird sich im 8. Haus das Leid „konkretisieren“, zum Beispiel aufgrund einer Idealvorstellung. Weicht ein reales Erleben stark von dieser Vorstellung ab, so wird das Leid am schmerzlichen Ereignis ebenfalls groß sein – vor allem dann, wenn man sich darauf fixiert, dass das Leben gefälligst schmerzfrei zu sein habe. </p>
<p>Im 9. Haus zeigt man sein Leid in seinem sozialen Umfeld, im 3. Haus würde man die körperlichen Auswirkungen zu sehen bekommen (etwa das gebrochene Bein in Form des Gipsverbandes). Allerdings lässt nur der Gipsverband keine Rückschlüsse darauf zu, wie stark der Träger tatsächlich an der Fraktur leidet. Im Kollegenkreis hingegen, bei den Nachbarn, bei Freunden, wird dies offenbart (Haus 9). Vielleicht humpelt man dann besonders stark oder gibt sich betont tapfer. Vielleicht zeigt jemand Gleichmut. </p>
<p>Schon seit einiger Zeit bewegt mich die Frage, weshalb nicht wenige Menschen sich schwer damit tun, seelischen Schmerz „loszulassen“. Schneidet sich jemand in den Finger, so wird er meist die Wunde versorgen, eventuell einige Tage lang leise vor sich hinfluchen, wenn er gegen die Wunde stößt und das alles spätestens dann vergessen, wenn die Wunde abgeheilt ist. Seelische Schmerzen hingegen werden nicht selten ständig wiedergekäut, bei manchen habe ich gar den Eindruck, als fänden sie eine Art Befriedigung daran, sich wieder und wieder an den Schmerz, die Verletzung zu erinnern und so etwas wie eine Geschichte daraus zu machen, die sie sich selbst und anderen wieder und wieder erzählen. </p>
<p>Eine mögliche Erklärung hierfür wäre die Beziehung der Quadranten zueinander. Körperlicher Schmerz ist im I. Quadranten anzusiedeln, dieser liegt in Opposition zum III. Quadranten. Seelischer Schmerz ist dem II. Quadranten zuzuordnen, dieser bildet eine Quadratbeziehung zum III. Quadranten. Oppositionelle Beziehungen sind in der Regel leichter „handhabbar“, da sie einander bedingen wie Tag und Nacht. Quadratbeziehungen stellen eine ständige Herausforderung dar. Markus Jehle beschrieb Quadrate sinngemäß so: „Es ist unmöglich, diese Eigenschaften/Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen, und es ist auch dann nicht möglich, wenn man ihnen jeden Tag einen neuen Hut kauft.“ Quadrate sind demnach wie „Motoren“ oder anders ausgedrückt, eine Quelle der Motivation. Bezogen auf den seelischen Schmerz und das daraus resultierende Leiden könnte man meinen, dass diese Erfahrung „gebraucht“ wird, um einen eigenen Weg aus dem Leiden heraus zu finden. </p>
<p>Soweit meine Hypothese. Zu überprüfen wäre, ob Menschen mit Betonungen des II. und III. Quadranten tatsächlich ein subjektiv hohes Maß an Leidenserfahrung &#8220;benötigen&#8221;, um sich entschließen zu können, das Anhaften am Schmerz aufzulösen. </p>
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		<title>Der Dobermann, die Milch, der Mond und die Konstruktion</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 16:14:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GreenTara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrologie]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Transpersonale Astrologie]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Vortrag, der auf seinem Buch &#8220;Wie wirklich ist die Wirklichkeit&#8221; beruht, bringt Paul Watzlawick etliche Beispiele dafür, wie Menschen und höhere Tiere ihre Wirklichkeit &#8220;konstruieren&#8221;, um sich nicht in Sinnlosigkeit und der daraus resultierenden Verwirrung zu verlieren. Das heißt, sie setzen etwas zueinander in Beziehung, was nicht zwangsläufig einen Bezug zueinander haben muss! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Vortrag, der auf seinem Buch &#8220;Wie wirklich ist die Wirklichkeit&#8221; beruht, bringt Paul Watzlawick etliche Beispiele dafür, wie Menschen und höhere Tiere ihre Wirklichkeit &#8220;konstruieren&#8221;, um sich nicht in Sinnlosigkeit und der daraus resultierenden Verwirrung zu verlieren. Das heißt, sie setzen etwas zueinander in Beziehung, was nicht zwangsläufig einen Bezug zueinander haben muss! Als ein Beispiel für diese &#8220;Konstruktionen&#8221; berichtet Watzlawick von einem Dobermann, der eine Leidenschaft für Milch entwickelte.</p>
<p>Der Halter des Dobermanns ließ den Hund, der die Nacht im Haus verbrachte, jeden Morgen in den Garten laufen, damit er dort sein &#8220;Geschäft&#8221; verrichten könne. Jeden Morgen füllte der Halter in der Zwischenzeit den Napf mit Milch. Wenn der Hund dann ins Haus zurückkehrte, lief er zu seinem Napf und trank mit Begeisterung seine Milch. Eines Morgens war keine Milch mehr da. Der Hund lief wie gewohnt zu seinem Napf, stutzte. Dann lief er wieder in den Garten, presste aus Leibeskräften drei Tropfen aus seiner leeren Blase und lief wieder ins Haus und zu seinem Napf. Nur, es war trotzdem keine Milch da.</p>
<p>Watzlawick schließt daraus, dass sich die Wirklichkeit, die nicht ungefiltert wahrgenommen werden kann, dann zeigt, wenn die Konstruktionen der Wirklichkeit zusammenbrechen, nicht mehr gültig sind. Die gültige Wirklichkeit des Hundes war: &#8220;Wenn ich in den Garten laufe, mein Geschäft verrichte und dann ins Haus zurückkehre, dann ist Milch in meinem Napf&#8221;. Er realisiert nicht, dass es keinen zwingenden Zusammenhang zwischen seinem Gartengang und dem Vorhandensein von Milch in seinem Napf gibt. Und so wiederholt er sein Verhalten, um an die Milch zu kommen. Außenstehenden ist bewusst, dass auch ein fünfter und sechster Gang in den Garten keine Milch in den Napf zaubern wird. Dem völlig verwirrtem Hund jedoch nicht.</p>
<p>Das heißt, der Hund unterliegt &#8211; wie die meisten Menschen, einem Trugschluss. Denn die wahrgenommene, konstruierte Wirklichkeit wird für die wirkliche Wirklichkeit, also für wirklich/wahr/real existierend gehalten. Ordnungen werden konstruiert, um Bezugspunkte zu haben, um an Erfahrungen anknüpfen zu können.</p>
<p>Von der wirklichen Wirklichkeit wissen wir nur, was sie nicht ist. So lange unsere Konstruktionen passen, ist das Leben relativ unproblematisch und erträglich. Stürzen die Konstruktionen ein, sind Kummer, Schmerz, Verwirrung die Folge. Dies wird schon in den Upanishaden beschrieben als die Wurzel menschlichen Leides: Es entsteht, wenn sich die wirkliche Wirklichkeit von unserem Bild der Wirklichkeit unterscheidet.</p>
<p>Wenn wir bisher erfahren haben, dass ein Gespräch etwas klären kann, dann werden wir alles daran setzen, ein Gespräch zu führen, um Meinungsverschiedenheiten oder anderes aus dem Weg zu räumen. Wir werden fassungslos und vielleicht auch wütend und ohnmächtig feststellen, dass uns das nicht mit jedem Menschen gelingt. Dennoch verhalten wir uns wie der Dobermann. Wieder und wieder suchen wir das Gespräch, scheitern wieder und wieder und werden immer unglücklicher, sind immer verstimmter, fühlen uns unverstanden und verlassen, schlecht behandelt oder missachtet. Nur selten kommen wir auf die Idee, dass ein Gespräch nicht zwingend eine Klärung herbeiführt. Aus der Erfahrung, dass es <strong>oft</strong> funktioniert, machen wir innerlich ein <strong>immer</strong>.</p>
<p>Oder wir haben gelernt, dass es zu einer richtigen Beziehung gehört, zu heiraten. Wir setzen alles daran, dass sich dieser Wunsch erfüllt, weil wir hoffen, dass sich dann unser Zustand verändert und wir verheiratet sehr glücklich sein werden. Die Heirat findet statt und nicht viel später setzt die Ernüchterung ein. Unser Zustand hat sich nicht deutlich spürbar verändert, wir sind nicht glücklicher.</p>
<p>Oder wir streben lange Jahre auf ein berufliches Ziel zu, nehmen viele Anstrengungen in Kauf, sagen uns: &#8220;Wenn ich diese Position erreicht habe, dann&#8230;&#8221;. Unsere Mitmenschen bestärken uns, indem sie bewundern, welche Mühen wir auf uns nehmen, um unser Ziel zu erreichen, sie sprechen uns Mut zu, schenken uns ihre Aufmerksamkeit. Dann sind wir endlich am Ziel, haben die neue Position. Nur &#8211; die ist nicht so, wie wir uns das ausmalten. Zwar sind wir nun weisungsbefugt, dürfen Anordnungen erteilen, aber den Grad an Entscheidungsspielraum, den wir uns vorstellten, haben wir nicht. Wir sind auch nicht zufriedener. Womöglich sind wir unzufriedener und unglücklicher als zuvor, denn wir fühlen uns um den Lohn unserer Anstrengungen und Bemühungen betrogen.</p>
<p>Was ist geschehen? Wir sind auf unsere Konstruktion &#8220;Wer sich anstrengt und ein Ziel erreicht, wird danach immer zufrieden sein&#8221; hereingefallen. Und wir verneinen, dass wir die Architekten unserer Wirklichkeit und damit unseres Lebens sind.</p>
<p>Hieraus könnte man ableiten, dass auch Astrologie eine Form der vielen möglichen Konstruktionen ist, mit deren  Hilfe wir die Wirklichkeit wahrnehmen (und ich persönlich meine, das es auch so ist). Eine Methode, die genau dies berücksichtigt, ist die Transpersonale Astrologie. In der Deutungshierarchie des „Kybernetischen Modells“ stehen die Faktoren Mond, Merkur und Sonne an erster Stelle und innerhalb dieses „Ersten Regelkreises“ ist es der Mond als der primäre Wahrnehmungsfilter, der zuerst gedeutet wird. Seine Zeichen- und Hausposition, auch als Häuserherrscher, beschreibt, was aus dem Spektrum des Wahrnehmbaren als Wirklichkeit herausgefiltert wird. (Das ist vermutlich auch gut so, denn sonst würde „mensch“ ob der Fülle der möglichen Wahrnehmungen von Eindrücken völlig überflutet werden.) Der Mond wiederum hat eine Art natürliche Verwandtschaft zum IC und dem 4. Haus, also den Bereichen des Horoskops, die die seelische Eigenart in symbolischer Form beschreiben sowie zum Tierkreiszeichen Krebs. Die Spitze des Hauses, welches in dieses Tierkreiszeichen fällt, beschreibt also den Auftrag, den der Mond in dem Haus ausführt, in dem er im Horoskop steht. </p>
<p>Es kann nützlich sein, sich dies für sich selbst anzuschauen und zu prüfen, wie die eigene Wahrnehmung beschaffen ist. <strong>Aber Vorsicht: Auch dies ist nur eine weitere Konstruktion. ^^</strong></p>
<p><em>Basis dieses Artikels ist: Wie wirklich ist die Wirklichkeit, Ausstrahlung des Deutschlandradios (Radio Kultur) eines Anfang der 90er von Paul Watzlawick gehaltenen Vortrags.</em></p>
<p><em><strong>Wie wirklich ist die Wirklichkeit</strong> &#8211; Das wir die Welt nicht einfach vorfinden, sondern unsere Welten erfinden, ist einer der Grundgedanken des radikalen Konstruktivismus. Watzlawick, Philosoph und Psychotherapeut, bringt uns diese Sichtweise in seinem Vortrag auf wirklich unterhaltsame Weise näher.</em></p>
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		<title>Herz brennt</title>
		<link>http://www.astro-motion.de/2009/08/26/herz-brennt/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 17:46:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GreenTara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegendes]]></category>

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		<description><![CDATA[Was kann man tun, wenn das Herz brennt, wenn die Flamme jede Hoffnung aus der Seele frisst? Was kann man tun, wenn das Herz brennt, wenn außer Asche von der Liebe nichts mehr übrig ist? Man kann nichts tun&#8230; Quelle: Die Toten Hosen Hm, ist das wirklich so? Kann man wirklich nichts tun? Ja und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p class="MsoNormal"><span><span>Was kann man tun, wenn das Herz brennt,</span></span><span><br />
<span>wenn die Flamme jede Hoffnung aus der Seele frisst?</span><br />
<span>Was kann man tun, wenn das Herz brennt,</span><br />
<span>wenn außer Asche von der Liebe nichts mehr übrig ist?</span><br />
<span>Man kann nichts tun&#8230;</span></span></p></blockquote>
<p><em>Quelle: </em><a href="http://www.dietotenhosen.de/veroeffentlichungen_songtexte.php?text=alben/zzg/herz_brennt.php"><em>Die Toten Hosen</em></a></p>
<p>Hm, ist das wirklich so? Kann man wirklich nichts tun? Ja und Nein.</p>
<p class="MsoNormal"><span>Der erste Schritt des Tuns ist das Nichttun. Und zwar in dem Sinne, nicht zu versuchen, die Trauer, den Schmerz, den Groll und was da alles noch in einem tobt, wegmachen zu wollen. Also nicht unterdrücken, nicht wegdrücken, sondern fühlen. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Dieses Dalassen, dieses Fühlen scheint einem zunächst unerträglich, was der Grund ist, zu versuchen, diesen Zustand zu vertreiben, zu ignorieren, zu verdrängen, wegzureden, mit Aktivitäten jeder Art regelrecht zu erschlagen. Lässt man sich aber tatsächlich darauf ein, so wird man feststellen, dass der Zustand nicht unendlich und nicht von unbegrenzter Dauer ist. Vielleicht erträgt man ihn fünf bis zehn Minuten und stellt fest, dass er sich schon innerhalb dieser kurzen Zeitspanne verändert. Vielleicht verändert er sich auch erst nach einer Stunde oder später – aber das gibt Anlass zur Hoffnung und vielleicht entstehen daraus einige Erkenntnisse:</span></p>
<ul>
<li>Kein Zustand dauert ewig.</li>
<li>Man kann diesen Zustand aushalten.</li>
<li>Der Zustand verändert sich auch ohne aktives Zutun.</li>
</ul>
<p class="MsoNormal"><span> Versucht man hingegen, den Zustand, die Gefühle und Empfindungen wegzudrücken, so wird man auch nach dem hundertsten oder tausendstem Versuch feststellen, dass er einfach nicht gehen will – was die Bemühungen, dies alles loswerden zu wollen, verstärkt. Es entsteht ein Teufelskreis, in dem man sich dreht wie der Hamster im Laufrad – wobei der Hamster klug genug ist zu lernen, wie er das Laufrad verlassen kann. Nur mensch in seiner Panik, seiner Angst, seiner inneren Lähmung kommt nicht auf die Idee, das mehr Desselben nicht zwangsläufig Besserung oder ein Ende des Kreislaufes zur Folge hat. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Es lohnt sich, dies tatsächlich auszuprobieren. Vielleicht nicht mit den großen Geschichten, die einen völlig aus der Fassung bringen, sondern zunächst mit kleineren Anlässen, die aber fühlbar Unbehagen, Groll, Ärger oder Ähnliches hervorrufen. Ich habe mich dann still auf meinen Küchenstuhl gesetzt und gewartet, was passiert, mich dabei beobachtet, so weit mir das möglich war. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Bei Anlässen, die mich stärker aus der Bahn warfen, bin ich die Treppe heruntergelaufen, vor der Tür stehen geblieben und habe so lange im Freien geraucht bis ich merkte, dass ich ruhiger wurde, sich etwas in mir, in meinem Empfinden veränderte. Die Zigaretten waren dabei eine „Einschätzungshilfe“ der Zeit, die ich brauchte, um wieder zu mir zu kommen. Zuerst waren es meist einige Zigaretten. Einige Wochen später nur noch ein bis zwei. Heute komme ich häufig ohne einen Glimmstängel aus. Meist reicht es völlig, mich hinzusetzen und mich mir selbst zuzuwenden, mich selbst zu beruhigen, mir gut zuzureden und mir dann auch selbst Erklärungen zu geben, warum XYZ mir dieses oder jenes an den Kopf warf und ich darauf derart fassungslos reagiere. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Auf diese Weise habe ich mich „abgehärtet“, kann sehr viel besser unterscheiden, ob ich tatsächlich wegen eines anderen Menschen leide oder ob es nicht doch eher meine Reaktion auf dessen Verhalten ist, die mich leiden lässt. (Fast immer handelt es sich um Letzteres.)</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Der Witz an der Sache ist, dass ich kaum noch in Situationen gerate, in denen mein „Herz brennt“ und ich das Bedürfnis verspüre, jemand anderen zu verletzen. Groll, Wut, Ohnmachtsgefühle – all das, was mich über Jahre quälte und in meinem Handeln leitete – ist weg. Man kann etwas tun, auch wenn es nicht wie Tun aussieht. Hier haben die Toten Hosen leicht geirrt. ^^ </span></p>
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