ASTROeMOTION

Wie am Himmel, so auf Erden – Leben ist Bewegung

Autoren

GreenTara – Rita Krüger

Mit knapp 30 Jahren begann ich mich nach einem herben Verlust mit Astrologie ernsthaft zu beschäftigen. Damals war es vergleichsweise schwierig, vernünftige Literatur zu finden. Das Internet gab es noch nicht, so dass ich beim Lernen weitestgehend auf mich gestellt war. Jedes Buch, das mir einigermaßen brauchbar schien, las ich. Der Vorteil war, dass ich mich dadurch auf keine besondere Methode festlegte. Der Nachteil, dass ich wegen der verschiedenen Auffassungen der vielen Autoren nicht selten verwirrt war. Sehr früh kam ich mit den ersten Werken von Michael Roscher in Berührung. Seine strukturierte und nachvollziehbare Herangehensweise faszinierte mich, war für mich aber nicht umsetzbar, da mir weitere Informationen und Grundlagenwissen fehlten. So hielt ich mich über Jahre überwiegend an Karen Hamaker-Zondag, die in ihren Ausführungen die Psychologie C. G. Jungs auf beeindruckende Weise mit ihren astrologischen Herleitungen verknüpfte.

Eine Weile verfiel ich der Karma-Astrologie; bis mir eines Tages dämmerte, dass mein gesamtes Sein Ausdruck meines Tun und Handelns ist und es wenig Sinn macht, in vorherigen Leben herumzusuchen – ohne jede Beweisbarkeit. Eine Bereicherung waren die Symbolon-Karten von Orban/Zinnel und die Hörseminare von Claus Riemann, die mehr Gewicht auf die „inneren Persönlichkeiten“ legen, symbolisiert durch die Planeten. Vor einigen Jahren kam ich wieder auf die TPA – also Michael Roscher – zurück und arbeite seither überwiegend mit dieser Methode. Sie scheint am ehesten meiner engen Merkur/Saturn-Konjunktion im 5. Haus zu entsprechen.

Seit 2001 schreibe ich regelmäßig in diversen Internet-Foren; von 2001 bis 2003 als Moderatorin auf dem Forum von www.astrologie.de, das ich seit 2005 als Administratorin betreue. Mitglied im Deutschen Astrologenverband DAV e.V. bin ich seit 2000.

In meine Artikel hier fließen viele Erfahrungen meines bewegten Lebens ein, berufliche ebenso wie private, sowie die Anregungen, die ich den vielen Menschen verdanke, denen ich in der realen und virtuellen Welt begegne.

Ouranos

Schon als kleines Kind haben mich Sterne fasziniert. Mein Lieblingsmotiv waren die fünzackigen Sterne, die habe ich am meisten gemocht, weil sie für mich so eine natürliche Regelmäßigkeit ausstrahlten und es immer noch tun. Alles, was die Form eines Sternes hatte, hielt mich in seinen Bann und wollte ich haben. Für die Sterne am Himmel habe ich mich allerdings noch nicht interessiert, das kam erst später. Zu der Zeit habe ich sehr viele Bilder von (fünfzackigen) Sternen gemalt, auch Fensterbilder und Teelichtbehälter u.a.

Dann, mit dreizehn Jahren, habe ich angefangen ab und zu Zeitung zu lesen und habe tagtäglich die Horoskopseite gelesen. Manche sagten, das sei alles Humbug, andere meinten, sie fänden sich darin wieder. Doch ich wollte nicht wissen, ob ich mich darin wiederfinde, sondern wie die Astrologen grundsätzlich zu ihren Aussagen kommen und was für ein System dahinter steckt. Also habe ich mir ein paar Bücher über Astrologie und Seminarskripten von Michael Roscher von einer Bekannten ausgeliehen und mich durch die Materie durchgearbeitet. Ich weiß noch ganze genau wie ich meinen Vater fragte “Wie können ein paar Kugeln, die draussen im Weltall herumschweben, mein Schicksal anzeigen oder beeinflussen?”.

Um eine Antwort darauf zu finden, begann ich intensiv Astrologie zu erlernen. Ich versuchte, mir eine Meinung zu bilden und habe mein Horoskop studiert. Mitlerweile bin ich schon fast fünf Jahre als Hobbyastrologe tätig und die Antwort auf meine Frage ist immer noch nicht ganz geklärt, und das wird sie auch weiterhin nicht sein, denn im Grunde ist es eine philosopohische Frage, die die Astrologie nicht beantworten kann. Auch die Bahnhofsuhr kann mir nicht erklären, was die Beschaffenheit der Zeit ist, sie kann mir nur sagen, wann der nächste Zug kommt. Genauso kann man über das Horoskop nur erfahren, wann die nächste Phase für bestimmte Entwicklungsprozesse ist. Doch ob wir (um bei der Metapher zu bleiben) im Zug bleiben oder zu Fuß auf den Schienen gehen, ob wir den ICE nehmen oder die Lokalbahn, erste, zweite oder dritte Klasse, all das bleibt uns selbst überlassen. Nur früher oder später bringt uns der Zug (oder das Gleis) dorthin, wo wir hin sollen bzw. auch hin wollen, nur wir können uns u.a. aussuchen, ob wir in der ersten Klasse sitzen möchten oder ob wir in der Gepäcksablage die Fahrt verbringen.

Mein Interesse besteht darin, zu erkennen, wer ich bin und was ich will, was mein Ziel ist. Und die Astrologie stellt für mich das Ideale Werkzeug dar, um Bewusstsein über mein Schicksal und mein Streben zu erhalten bzw. um anderen über ihr wahres Selbst Bewusstsein zu verschaffen.