ASTROeMOTION

Wie am Himmel, so auf Erden – Leben ist Bewegung

Wahrheit?

Donnerstag 26. August 2010 von GreenTara

Wahrheit

So oft wird dieses Wort benutzt, so oft wird bekräftigt, dass eine Schilderung die Wahrheit sei. Manchmal wird die vermeintliche Wahrheit anderen wie ein nasser Lappen um die Ohren gehauen. Tut das dem Geschlagenen weh, wird gesagt, dass Wahrheit eben schmerze.

Was hat es auf sich mit der Wahrheit? Wie ist dieses Wort zu verstehen?

Damit haben sich natürlich schon viele kluge Menschen beschäftigt, was mich zu einem Streifzug nach dem Begriff Wahrheit veranlasste.

Da wäre zunächst

Die Korrespondenztheorie der Wahrheit

Diese Theorie geht von der Wahrheit als Übereinstimmung mit der Wirklichkeit aus. In ihr wird Wahrheit grundsätzlich als eine Relation zwischen zwei Bezugspunkten verstanden. Für die Relation werden Bezeichnungen wie Übereinstimmung, Entsprechung, Übereinkunft etc. gebraucht.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit

Ganz grob übersetzt heißt das: Was wirklich ist, ist wahr. Oder: Wenn ich etwas behaupte, was der Wirklichkeit, der Realität entspricht, dann spreche ich die Wahrheit.

Wenn ich auf die Behauptung, Wahrheit könne wehtun, zurückgreife und Wahrheit als ein anderes Wort für Realität nehme, dann kann ich sogar zustimmen: In der Realität anzukommen, kann verdammt schmerzhaft sein.

Aber… ja, aber… ;)

Was hat es mit der Wirklichkeit auf sich, mit der Realität? Wozu brauche ich die Aussage: „Es ist wahr, dass…“? Hat es Konsequenzen, den Begriff, das Wort Wahrheit möglichst selten zu verwenden oder gar ganz aus dem aktiven Wortschatz zu streichen? Ich streife weiter.

Die Redundanztheorie

meint, man käme recht gut ohne das Wort wahr aus. Redundant bedeutet in etwa überflüssig, zuviel. Viele Sätze, die das Wort wahr enthalten, verlieren nicht an Informationsgehalt, wenn das Wort wahr weggelassen wird. Dazu ein Beispiel:

„Es ist wahr, dass die Fussball-EM gestern begann.“

„Die Fussball-EM begann gestern.“

„Es ist wahr“ dient also mehr der Bekräftigung, soll etwas unterstreichen, ist für die Übermittlung einer Information jedoch nicht zwingend notwendig. Notwendig kann der Nachdruck allerdings aus der Sicht des Sprechenden sein und ist deshalb wohl eher als Stilmittel zu betrachten.

Die performative Theorie

bekräftigt das: Der Gebrauch von „ist wahr“ ist ein sprachlicher Vollzug, mit dem ich eine Aussage bloß noch bestätige, ohne dass ich inhaltlich noch etwas aussagen würde.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit

[Anm.: Interessante Wortwahl: Sprachlicher Vollzug… Diesen Begriff werde ich mir sicher noch mehrfach auf der Zunge zergehen lassen.]

Tja, was nun tun mit der Wahrheit?

Richtig gut wird es ja, wenn man sich neuere Theorien anschaut. Persönlich mag ich den „Radikalen Konstruktivismus“ und hier insbesondere die Werke von Paul Watzlawick, der unter anderem die Bücher „Anleitung zum Unglücklichsein“ und „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ verfasste. (Ersteres ist meines Erachtens Pflichtlektüre für alle Dauerpechvögel, vorausgesetzt, sie möchten zu Glückskindern werden.)

Fortsetzung folgt

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Neptun – Wahrheit und Illusion

Sonntag 7. Februar 2010 von Ouranos

Neptun ist ein Planet, der vielen Menschen Problemen macht, da er sie verunsichert und aus dem Konzept bringt. Oft sind wir viel zu sehr im Alltagsgeschehen involviert, sind von den visuellen Eindrücken unserer Zeit überfordert. Wir haben nicht mehr die Zeit, alles in Ruhe zu verarbeiten, einmal Abstand zu nehmen und die Zeit einfach vorbeiziehen zu lassen.

Durch den ständigen Druck distanzieren wir uns immer mehr von uns selbst, werden blind für die Stille und die Tiefe, die sich in uns befindet, werden abgestumpft. Ist dem so, dann erleben wir Neptun als Irritation, als Irrlicht. Wir haben den Zugang zur intuitiven Erkenntnis verloren. Seine Transite können uns verwirren, doch die Verwirrung zeigt nur, dass wir in dem betroffenen Bereich zu lange nicht nach der Wahrheit gelebt haben.

Wenn wir uns schließlich auf die Suche nach der verlorenen Wahrheit  begeben, werden wir oft gegen Wände laufen und umkehren müssen. Uns scheint die Welt wie verhext, ungreifbar. Die suche nach der Wahrheit geht notwendigerweise mit vielen Irrtümern einher. Jedoch ist es in dieser Phase nicht ratsam, sich allzu strenge Konzepte zu machen und Rahmen festzulegen. Je mehr wir in den Gewässern strampeln, in denen wir stehen, desto mehr Wellen werfen wir auf und wir sehen nicht zum Grund. Innehalten, in sich hineinhören und Stille walten lassen sind die Mittel, mit denen man den Transiten Neptuns konstrukiv begegnen kann.

Bezogen auf die heutige Zeit ist es besonders schwer, die Stille Neptuns zuzulassen. Man kann es sich kaum leisten, loszulassen, die Dinge gehen zu lassen, da sich die Probleme dadurch nur noch zu vermehren scheinen, da einem sonst der Alltag erst recht über den Kopf wächst. Doch es hilft, nach Möglichkeit ruhig zu bleiben, nicht dauernd in den Terminkalender zu spicken und ständig nach einer Aufgabe zu suchen. Die Erkenntnis kommt mit der Zeit, und die ist geduldig.

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